Ventile verstellen sich immer

Das "Leistungsloch" bei ca. 6000 U/min ist durchaus bekannt, nicht neu und sehr wahrscheinlich konstruktionsbedingt und somit (leider) "normal". Es wäre auch eher unwahrscheinlich, wenn ein so kleiner Motor nicht irgendwo ein Loch hätte. Meine weigert sich auch ab und zu mal, bei ca. 6.000 Gas anzunehmen, überlegt es sich dann, verschluckt sich kurz und fährt dann einfach weiter.
Hallo Raucher, was hat es mit dem "Leistungsloch" auf sich? Ich bin gestern gute 170 km durch die Gegend gefahren und hatte dieses "Verschlucken" nun auch zum ersten Mal erlebt. Und das gleich 3 Mal. Ich meine, es trat immer auf, wenn ich mit etwa 6000 U/min längere Zeit gefahren bin (iin Ortschaften) und dann wieder beschleunigen wollte. Dann gab es einen Ruck, so, als ob jemand kurz die Bremse treten würde und dann gings wieder. So, als ob die Zündung kurz aussetzen würde. Reproduzierbar ist das aber nicht. Ich habe versucht, dieses Verhalten dann mal gewollt zu provozieren, ging nicht. Das ist zufallsgesteuert.

Das hatte ich gestern, mit gut 2900 km auf dem Tacho, zum ersten Mal und habe natürlich Bedenken, dass es eines Tages schlimmer wird und die Maschine vielleicht ganz ausgeht und nicht mehr anspringt.

Deshalb frage ich mal, vielleicht kannst Du mich ja etwas beruhigen ;-)
 
Wie du schon schreibst, tritt es nur sporadisch auf und ist nicht reproduzierbar.
Bei meiner Kleinen (~7.500 KMs) ist wochenlang nichts und dann (gestern z.B.) 2x auf 3 Kilometern. Seitdem ist wieder Ruhe...
Ob das mit dem Luftdruck, der Mondphase, dem Pegelstand der Elbe oder was auch immer zu tun hat?
Wer weiß...
Da es so selten auftritt, von selbst wieder verschwindet und auch nicht häufiger wird ignoriere ich es einfach.
 
Moin zusammen,

genau das Gleiche Phänomen kann ich auch neuerdings „sporadisch“ bei meiner Mühle beobachten.
Was ich schon beobachten konnte ist, dass dieses Phänomen nur bei hohen Außentemperaturen auftritt.

Die Strecke ist dabei immer die Gleiche
Morgens Hinweg: 5-15°C…noch nie gehabt
Nachmittags Rückweg >23°C: immer wenn die richtig warm ist, kommt das Leistungsloch bei ~5000 bis ~6000rpm

Bei hohen Temperaturen rattern aber auch die Ventile lauter, als bei kühleren Temperaturen
 
Wie du schon schreibst, tritt es nur sporadisch auf und ist nicht reproduzierbar.
Bei meiner Kleinen (~7.500 KMs) ist wochenlang nichts und dann (gestern z.B.) 2x auf 3 Kilometern. Seitdem ist wieder Ruhe...
Ob das mit dem Luftdruck, der Mondphase, dem Pegelstand der Elbe oder was auch immer zu tun hat?
Wer weiß...
Da es so selten auftritt, von selbst wieder verschwindet und auch nicht häufiger wird ignoriere ich es einfach.

Ignorieren werde ich das auch erstmal. An dem Tag, als es das erste Mal auftrat, war es relativ warm und es war eine sehr lange Fahrt (~ 170 km). Als der erste Aussetzer auftrat, bin ich sicher schon 100 km unterwegs gewesen.

Na ja, mal schauen, was passiert.
 
Moin zusammen,

genau das Gleiche Phänomen kann ich auch neuerdings „sporadisch“ bei meiner Mühle beobachten.
Was ich schon beobachten konnte ist, dass dieses Phänomen nur bei hohen Außentemperaturen auftritt.

Die Strecke ist dabei immer die Gleiche
Morgens Hinweg: 5-15°C…noch nie gehabt
Nachmittags Rückweg >23°C: immer wenn die richtig warm ist, kommt das Leistungsloch bei ~5000 bis ~6000rpm

Bei hohen Temperaturen rattern aber auch die Ventile lauter, als bei kühleren Temperaturen
…Update:

habe das Ventilspiel noch mal überprüft, und beim Auslassventil war das Spiel zu groß (~0,13mm).
Eingestellt war es auf exakt 0,10mm bevor die Probleme auftraten. Muss sich somit noch mal verstellt haben.
Einlassventil passte noch genau mit 0.05mm
Wieder neu eingestellt (auf “stramme“ 0,10mm,Kontermutter mit vorgegebenen Drehmoment exakt festgezogen, noch mal danach überprüft… ) und bin dann gestern nochmal bei hohen Temperaturen ordentlich ne Strecke gefahren… rasseln ist wieder „normal“, Leistungsloch ist wieder weg!
 
Zuletzt bearbeitet:
…Update:

habe das Ventilspiel noch mal überprüft, und beim Auslassventil war das Spiel zu groß (~0,013mm).
Eingestellt war es auf exakt 0,010mm bevor die Probleme auftraten. Muss sich somit noch mal verstellt haben.
Wieder neu eingestellt (auf “stramme“ 0,010mm,Kontermutter mit vorgegebenen Drehmoment exakt festgezogen, noch mal danach überprüft… ) und bin dann gestern nochmal bei hohen Temperaturen ordentlich ne Strecke gefahren… rasseln ist wieder „normal“, Leistungsloch ist wieder weg!
Ich kenne mich da bislang überhaupt nicht aus, aber du hast die Ventile auf Tausendstel Millimeter genau eingestellt?!?
 
Meine Ventile sind bei warmer Maschine auch deutlich hörbar. Ich muss noch 1000 Km bis zur 4000er Inspektion. Dann wird das gefixt. Solange muss es noch gehen.

@Chemiepfuscher - Stellst Du die Ventile selber ein? Ist anscheinend kein Hexenwerk, aber irgendwie habe ich Hemmungen, das selbst zu machen.

Trau Dich ruhig, das ist bei der Brixton zwar ein "Geduldsspiel" (Ähnlich wie beim Spannen der Kette) und ne kleine Fummelei, aber wirklich kein Hexenwerk, wenn man auf "genaues" und sorgfältiges Arbeiten steht.
Man sollte sich beim ersten Mal nur Zeit nehmen, der Motor muss unbedingt "kalt" sein (Umgebungstemperatur, nicht in voller Sonne gestanden haben... auch nicht zum Bastelplatz fahren) , und man braucht dazu auch nix weltbewegendes an Werkzeug.
Ne "ausreichend gute " Fühlerlehre gibt es ab 5€ bei Polo/Louis/Anazon etc. (wichtig ist eine fein abgestufte z.B. ab 0,03mm-0,5mm, und nicht die "groben/großen" ab 0,05mm-1mm!), Drehmomentschlüssel, Spitzzange und Nusskasten sollte man eh besitzen, und wenn man sich unsicher ist... bei Youtube gibt es ne 1A Anleitung für das Einstellen bei ner BX125.
Wenn Du etwas Schrauber-geübt bist, machst Du das mit allem drum und dran locker in unter 20 Minuten, wenn Du "unsicherbist" mit Youtube in max. 1h
Ergänzung ()

Ok, Danke. Will mich langsam auch in das Thema einarbeiten… habe in den letzten zwei Wochen auch immer wieder Leistungsverluste, bin aber noch am beobachten wann und wie genau diese auftreten
Trau Dich ruhig, ist nicht so wild und auch nicht der ganz große Zauber, so wie es sich anfänglich anhört, wenn man das noch nie gemacht hat.
Vergaser synchronisieren oder an der Bremsanlage arbeiten finde ich deutlich schwerer ;-)
 
@Chemiepfuscher - Danke für die ermunternden Worte. Ich hatte mir vorgenommen, das eines Tages selber zu machen. Aber erst wenn die Maschine alt ist, Du verstehst? An neuen Sachen fummelt man ungerne selbst herum. Ich denke, bei der 4000er lasse ich das noch machen. Aber dann werde ich mich trauen. Zunächst mal das Youtube-Video verinnerlichen und dann ran an die Ventile.
 
@Der Papenburger : gerade dann würde ich das jetzt mal ausprobieren, weil solltest Du die nicht dann jetzt richtig eingestellt bekommen, werden die Ventile ohnehin bei der 4000er neu eingestellt!
Und wenn Du die nicht viel zu klein eingestellt hast, kannst Du auch keinen wirklichen Schaden produzieren ;-)
Zu klein ist zwar schön ruhig, aber ggf. tödlich für die Ventilsitze.
zu groß ist nur "laut", und kostet evtl. etwas Leistung
 
…Update:

habe das Ventilspiel noch mal überprüft, und beim Auslassventil war das Spiel zu groß (~0,13mm).
Eingestellt war es auf exakt 0,10mm bevor die Probleme auftraten. Muss sich somit noch mal verstellt haben.
Einlassventil passte noch genau mit 0.05mm
Wieder neu eingestellt (auf “stramme“ 0,10mm,Kontermutter mit vorgegebenen Drehmoment exakt festgezogen, noch mal danach überprüft… ) und bin dann gestern nochmal bei hohen Temperaturen ordentlich ne Strecke gefahren… rasseln ist wieder „normal“, Leistungsloch ist wieder weg!
Nach wie vielen km war das, dass die Ventile wieder verstellt waren?
 
@Der Papenburger : gerade dann würde ich das jetzt mal ausprobieren, weil solltest Du die nicht dann jetzt richtig eingestellt bekommen, werden die Ventile ohnehin bei der 4000er neu eingestellt!

Ehrlich gesagt, hatte ich den Gedanken auch schon. Ich glaube, ich mache das auch. Ich schaue mir das Video mal an und wenn mich das nicht abschreckt............, packen wir's an. Ich muss mir allerdings die Fühlerlehre besorgen.

Und wenn Du die nicht viel zu klein eingestellt hast, kannst Du auch keinen wirklichen Schaden produzieren ;-)
Zu klein ist zwar schön ruhig, aber ggf. tödlich für die Ventilsitze.
zu groß ist nur "laut", und kostet evtl. etwas Leistung

Zu klein einstellen, geht doch nur, wenn man das falsche Blatt der Fühlerlehre benutzt, oder? Vor meinem geistigen Auge stelle ich mir vor, dass ich das richtige Blatt dazwischen klemme und die Kontermutter dann festziehe. Anschließend Fühlerlehre entfernen und alles ist gut.

Allerdings schreibst Du auch, dass es eine Fummelei wie beim Kettenspannen ist. Da verstellt sich gerne alles wieder, wenn man die Achsmuttern anzieht. Passiert das beim Ventile einstellen auch? Das wäre schon nervlich.
 
beim Auslassventil war das Spiel zu groß (~0,13mm).
Ich kann mir, offen gestanden, nicht wirklich vorstellen, dass 0,03mm ein spürbares Leistungsloch bei immer derselben Drehzahl verursacht. Zumal das Loch ja bei mehreren verschiedenen Motoren auftritt.
@Der Papenburger :
Guck' dir 1-2 Videos an und mach dann einfach. Ist eng und fummelig, aber eigentlich ganz einfach.
 
das richtige Blatt dazwischen klemme und die Kontermutter dann festziehe. Anschließend Fühlerlehre entfernen und alles ist gut
Naja, Eigentlich Nicht

Die passende Fühlerlehre soll sich "saugend" hin und her bewegen lassen. Zwickt man sie ein ist das Spiel zu klein.
So haben wir das mal vor langer Zeit gelernt.
 

Ähnliche Themen

Mein Fahrbericht Felsberg 125 X ABS Euro 5

Zurück
Oben