Saxby Saxby 250 springt nicht mehr an..

donnie89

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Hallo Allerseits

Da ich durch meine 125er Cromewell ein Fan von Brixton geworden bin, habe ich es kürzlich gewagt eine Saxby 250 zu kaufen, welche gemäss Vorbesitzer nicht mehr angeht.

Baujahr 05.2021 ABS und rund 15‘000KM gelaufen.

Ich hab zuhause sofort angefangen nach dem Fehler zu suchen.
Zündfunke ist da. Benzinpumpe ist deutlich zu hören. Alle Sicherungen sind heile. Batterie hab ich über Nacht ordentlich geladen und auch einen Booster zur Hand wenn Sie schlapp macht beim orgeln. Zündkerze ausgetauscht. Seitenständersensor überbrückt. Manchmal ist die Zündkerze nass, manchmal nicht. Also Einspritzdüse raus und gereinigt. Dabei ist mir aufgefallen, das diese keinen Wank macht wenn ich mit einer separaten Batterie 12V auf die Kontakte gebe :/ Ist das normal?

Ich hab sie wieder eingebaut und einen Kompressionstest gemacht. Kommt gerade mal auf 4.0 Bar.

Ausgelesene Fehler:

0113 Ansauglufttemperatursensor - Stromkreis Niederspannung

0562 Systemspannung - Niedrig

0123 Drosselklappensensor - Hochspannung

0201 Einspritzdüse - Stromkreis Fehlfunktion

0230 Kraftstoffpumpenrelais - Niederspannung oder offen

Abgesehen von 0201 scheint mir alles mit der entladenen Batterie oder resp. mit dem Booster gepushten Überspannung zu tun zu haben.

Was meint ihr? Sich damit abfinden dass man 600 Euro verbrannt hat, oder weiter machen?

Gruss Donnie
 
Zuletzt bearbeitet:
Seitenständersensor überbrückt.
Die 250er hat 'nen anderen Schalter, als die 125er. Darum ist das Folgende eine Vermutung.

Trotz des anderen Schalters gehe ich davon aus, dass die Elektrik dahinter dieselbe ist. D.h. wenn der Ständer ausgeklappt wird, wird ein Kontakt geschlossen, der die Einspritzung dann kurzschließt.
Wenn du da also irgendetwas überbrückt hast, kann es sein, dass du mit der Brücke auch die Einspritzung kurzgeschlossen hast.
Um einen Fehler des Seitenständerschalters auszuschließen sollte es reichen, wenn du den Stecker des Schalters trennst.

Das würde auch erklären, warum die Einspritzdüse die Mitarbeit verweigert.

... einen Kompressionstest gemacht. Kommt gerade mal auf 4.0 Bar.
Bei voll geöffnetem Gashahn?
 
Bist du sicher, dass die Batterie noch taugt? Wäre nicht das erste mal, dass hier ne Batterie einfach unter Last zusammenbricht. Gerade bei den Fehlern klingt das ziemlich danach. Kannst ja die von der 125er testhalber mal reinhängen.
 
Die 250er hat 'nen anderen Schalter, als die 125er. Darum ist das Folgende eine Vermutung.

Trotz des anderen Schalters gehe ich davon aus, dass die Elektrik dahinter dieselbe ist. D.h. wenn der Ständer ausgeklappt wird, wird ein Kontakt geschlossen, der die Einspritzung dann kurzschließt.
Wenn du da also irgendetwas überbrückt hast, kann es sein, dass du mit der Brücke auch die Einspritzung kurzgeschlossen hast.
Um einen Fehler des Seitenständerschalters auszuschließen sollte es reichen, wenn du den Stecker des Schalters trennst.

Das würde auch erklären, warum die Einspritzdüse die Mitarbeit verweigert.


Bei voll geöffnetem Gashahn?
Gut, dann nehme ich die Überbrückung morgen wieder raus. 👍


Nee ohne Gas zu geben. Nur mit dem Anlasser.
 
Bist du sicher, dass die Batterie noch taugt? Wäre nicht das erste mal, dass hier ne Batterie einfach unter Last zusammenbricht. Gerade bei den Fehlern klingt das ziemlich danach. Kannst ja die von der 125er testhalber mal reinhängen.
Das habe ich bereits mit dem Booster probiert - aber da gebe ich dir Recht, Batterie ist ziemlich sicher kurz vor Ende.
 
Gut, dann werde ich morgen mal nur mit abgehängtem Seitenständer einen Versuch starten. Alle Fehler löschen (falls das wie bei der 125er funktioniert mit 5x Zündung usw) und danach die Ventile begutachten.
Ergänzung ()

Kompression immer mit voll geöffneter Drosselklappe prüfen.
Alles klar - wieso aber genau mit voll geöffneter Drosselklappe? 🤨
 
ich nehme an da sollten 7-8 Bar vorhanden sein wenn alles in Ordnung ist?
Was da jetzt der "Normwert" der 250er ist, weiß ich nicht... 🤷‍♂️
7-8 Bar halte ich bei 'nem kalten Motor (und voll geöffnetem Schieber) aber auch für realistisch. Und wenn's nur 6-6,5 Bar sind sollte sie eigentlich trotzdem irgendwie laufen.

Es muss übrigens kein großartiger mechanischer Schaden vorliegen.
Wir hatten hier in jüngster Zeit 2 oder 3 Fälle von durchgeblasener Zylinderkopfdichtung bei 250ern.
 
Was da jetzt der "Normwert" der 250er ist, weiß ich nicht... 🤷‍♂️
7-8 Bar halte ich bei 'nem kalten Motor (und voll geöffnetem Schieber) aber auch für realistisch. Und wenn's nur 6-6,5 Bar sind sollte sie eigentlich trotzdem irgendwie laufen.

Es muss übrigens kein großartiger mechanischer Schaden vorliegen.
Wir hatten hier in jüngster Zeit 2 oder 3 Fälle von durchgeblasener Zylinderkopfdichtung bei 250ern.
Kann eine defekte Zylinderkopfdichtung echt dazu führen das die Kiste gar nicht mehr anspringt??
 
Kann eine defekte Zylinderkopfdichtung echt dazu führen das die Kiste gar nicht mehr anspringt??
Ja. Wenn es da aureichend Druckverlust gibt schon.

Aber bevor wir hier den Teufel an die Wand malen, mach' bitte erstmal 'ne "richtige" Kompressionsmessung.
Danach können wir uns immer noch den Kopf zerbrechen.

Ja. Meine Lütte machte auch ~9,5 Bar (nach 18.000 KMs, mit kaltem Motor).

Ob man aber die Werte der 125er einfach so 1:1 auf den 250er Motor übertragen kann...?
'Ne Vergleichsmessung an einem funktionierendem 250er wäre auf jeden Fall aussagekräftiger.
 
Das ist sehr (zu?) wenig...

Sprühe doch mal die Kopfdichtung von außen mit Spüliwasser ein und lass den Motor drehen.
Wenn es dann irgendwo Blasen wirft, ist es (wahrscheinlich) nur die Dichtung.

Wenn nicht muss, wie @mechanic schon schrieb, zur weiteren Diagnose der Kopf runter.
(Falls du die Möglichkeit hast könntest du auch mit 'ner kleinen Endoskop-Kamera mal einen Blick in den Brennraum werfen.)
 
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