Mash 500 (400)

Buenbaka

Mitglied
Beiträge
600
Motorrad
Cromwell 125 Euro4
Mash 500 (400)
Eigentlich wollte ich ja eine Cromwell 250...
Warum habe ich mich dann für die Mash entschieden?
Also mehrere Gründe
  • Ich hab einfach keine 250er in annehmbarer Entfernung gefunden. Der nächste Händler der eine hatte wäre in Freilassing gewesen, gut 2 Std entfernt
  • Mir wurde von 2 Händlern von der 250er abgeraten, weil sie viele Probleme damit hatten, vor allem Elektrik. Okay, ist hier im Forum so gut wie nie aufgetaucht, aber das heißt ja nichts
  • Die Insolvenz von KsR hat mich weniger tangiert
  • Die Mash, um jetzt mal positive Gründe zu nennen, gefällt mir vom Design auch sehr gut. Besonders das Cockpit.
Tja, ich hab sie jetzt seit 4000 km.
Und, wie isset? Ja ist schon gut, aber es ist irgendwie auch ein Kompromiss gewesen. Für mein Fahrprofil hätte die Cromwell 250 absolut gereicht, jetzt habe ich halt ein paar mehr Kilos und PS mehr (27 statt 17) und, ich sag es ehrlich, bei meinem bevorzugten Strecken geht es noch soooo.... Es ist anders, also anstrengender als mit der Brixton 125er.
Anyway, im direkten Vergleich
  • Ich denke die Mash ist besser verarbeitet. Sie macht einen wertigeren Eindruck, die Seitendeckel sind zB aus Blech. Die Kabel um die Batterie rum sind ordentlich verlegt und befestigt. Es wirkt weniger "Plastikhaft" als die Cromwell.
  • Das längere sitzen ist auf der Cromwell angenehmer. Okay, beide Sitzbänke sind ja eher im unteren Segment angesiedelt, aber die Cromwell ist tatsächlich etwas angenehmer
  • Kann auch an der Sitzposition liegen. Wurde hier auch schon mal behandelt - bei der Mash ist der Knie Winkel relativ angelegt, also ich sitze etwas angewinkelter. Habe mit beiden ja längere Tagestouren gemacht - Ergonomie geht an die Cromwell.
  • Die bekannten Schwachstellen der Cromwell gibt's bei der Mash so nicht - Kette ist echt okay, Spiegel sind super. Rost bis jetzt auch noch nichts (kommt noch, ich weiß...).
  • Lenkerschloß sieht mir sehr stabil aus, es gibt auch eine Vorrichtung für Helmschloss. Tankschloss geht ohne Probleme, auch ohne Graphit
  • Was es stattdessen gibt: bekannte Probleme bei Auslieferung: sie geht gerne aus, beim schalten. Doof. Einstellen des Ventil Spiels hilft, beim ersten Service.
  • Man muss beim starten aufpassen kein Gas zu geben - das steht zwar so im Handbuch, macht aber wohl Probleme mit der ECU.
  • Größtes Manko: es gibt kein Forum!!! Das war echt der größte Punkt der mir sorgen gemacht hat. Wenn man mal eine Frage hat: da stehste erst mal im Regen, selbst in Frankreich/ UK hab ich kein wirklich technisches Forum gefunden...

Ein bisschen zu den technischen Grunddaten: 398ccm, 27 PS, Eintopf, ABS, 180kg. Ich hab 4.400€ bezahlt, inklusive Windshield und Enduro Lenker.
115km/h sind eingetragen, da geht aber noch mehr. Ich war mal auf 120, reicht dann aber auch.
Irgendwo habe ich mal gelesen das der Motor ein Honda Lizenz Bau sei. Bei der 650 definitiv (Dominator) bei der 500er finde ich die Info nicht mehr. Warum die jetzt mit 398ccm Mash 500 heißt und nicht Mash 400 erschließt sich mir auch nicht....

Wurd hier auch schon mal diskutiert - ich finde sehr wenig Vibration. Beim Lenker hab ich kleine Endgewichte drin, sehr stabil auch im hohen Bereich. Fußraten etc vibrieren kaum merklich, es ist wirklich angenehm ruhig.
Insgesamt fährt sie sich wirklich entspannt. Ich habe den Enduro Lenker und das kleine Windshield bei Kauf drauf machen lassen. Lenker ist ein bisschen breiter, finde ich persönlich angenehmer.
Wenn man mal so metaphorisch vergleichen mag.... Cromwell fahren ist wie Holland-Rad fahren - sehr agil, sehr einfach. Mash fahren ist wie Fahrrad aus Schweizer Armeebeständen - alles etwas schwerer und dicker. Auch noch Fahrradfahren, aber irgendwie schwerer...

Kritikpunkte von mir sind
  • Die Blinker hinten sind relativ weit vorne. Dadurch müsste man wenn man Satteltaschen möchte, die Blinker nach hinten versetzen. Das hab ich mal gesehen, sieht sch... aus. Satteltaschengib es zwar von Mash, aber ich finde überteuert.
  • Es gibt keine kontinuierliche Tankanzeige. Okay ich hab Reichweiten Angst... Irgendwann leuchtet die Reserve-Lampe, aber relativ schwach, gelb. Bei Sonne nicht zu erkennen. D.h. man muss nach dem tanken den Tageskilometer Zähler auf Null setzen, ich tanke spätestens bei 280km. 350 sind aber wohl drin, vielleicht auch mehr. Ich werde es nicht herausfinden! Also laut Handbuch 3.8l pro 100km
  • Das Abblendlicht/ Tag Fahrlicht ist zwar LED aber bei Dunkelheit sieht man nichts. Fernlicht scheint in die Ferne - naja also bei Dunkelheit fahr ich damit nicht. Da ist die Cromwell ein bisschen angenehmer, es scheint (bei meiner Euro 4 jedenfalls) doch ein bisschen mehr auf die Straße vor einem. Auch nicht viel, aber mehr als bei der Mash...
  • Es gibt keine USB Buchse, ab Werk. Man kann zwar die von der Mash Sideforce (Gespann) anbauen, aber...ohne Forum.. tja. Hab mein Smartphone Navi jetzt mit Powerbank (Motorola Mod), geht auch, bis ca 7 Stunden.
  • Es gibt keinen Hauptständer, Das ist wirklich doof. Zudem ist der Seitenständer echt schräger als bei der Cromwell, ich hab immer das Gefühl das sie gleich umkippt... tut sie natürlich nicht, aber gerade auf Kiesparkplatz das erste mal... neeeee.... hab mir dann so ein Abus-Plastik-Dreieck als Seitenständer Ablage gekauft, und auch auf der Tour gebraucht (vom Regen aufgeweichter Gras / Matsch Parkplatz..). 8€ die sich gelohnt haben!

Was mir wirklich gefällt
  • Ersatzteile sind schnell da. Ich musste neue Benzinpumpe nach 700km haben, war in einer Woche geliefert.
  • Gepäckträger/ windshield sind günstig
  • Das Cockpit! Zwei analoge Rundinstrumente, sehr klassisch alles, finde ich super!
  • Insgesamt sehr klassisches Design. Ich würde sagen 60er Jahre UK, mit 2 Peashooter auspuffen. Vorne ist ein kleiner Ölkühler, fällt aber nicht so auf, finde ich. Bei der 650 ist der schon recht groß, bei der 500 übersehbar klein. Siehe Fotos.
  • Vielleicht mache ich mir noch 2 Mumienbäner rum hahaha.
  • Ansonsten wie bei der Cromwell: es gibt nix an Elektronik. Außer ABS natürlich. Leider hat mein Modell den Kickstarter nicht mehr, das hätte ich nochmal cooler gefunden.
  • Man wird ähnlich oft angesprochen wie auf der Cromwell. Gerade so Ü60er "oh so eine hatte ich früher auch..."
  • Meine ist Irish Green, finde ich auch die mit Abstand beste Farbe.

Bin ich mit der Mash 500 zufrieden?
Ja schon, aber... Wenn die Kawasaki Meguro (250er) auf den Markt kommt, ist sie weg. Die Cromwell fahre ich bis sie auseinander fällt, die Mash nicht.
Warum hab ich sie mir dann geholt? Tja... Alternativen wären die Mash 250 oder die Benelli imperiale gewesen. Die Benelli war mir zu schwer, passt zu den Berg-Wirtschaftswegen die ich fahre überhaupt nicht. Und die Mash 250 sieht, sorry.. sch.. aus. Da ist ein riesiges Loch im Motorraum, quasi, das ist nix.

Was halt gut ist mit der Mash: ich kann jetzt sehr entspannt Autobahn fahren, bis ich in den Bergen bin. Also zB mal nach Garmisch runter. Von da ab fahr ich dann durch die Berge, wo ich dann die ganzen Dickschiffe und schweren Enduros hinter mir lasse. Also das klassische Motorrad Wandern wie mit der Cromwell. Wenn ich davon genug habe, dann wieder auf die Autobahn und gemütlich zurück nach München cruisen.
Das ist mit der Crowmell zwar auch möglich, aber der Autobahn teil ist sehr nervig. Das heisst... ich komme jetzt mit der Mash weiter, hab dafür die Einschränkung das es in den Bergen etwas anstrengender ist als mit der Crowmwell. Es ist eben doch ein Kompromiss....
Hier mach ein paar Fotos.
Letztes Jahr in der Jachenau.
mash1.jpg
Vorbereitung zur Tour, Gel-Kissen und Gepäck Test. Mal eben Autobahn nach Salzburg, Mittagessen und über Landstraßen zurück - das ist mit der Cromwell nicht drin.
mash 2.jpg

Cockpit Detailansicht. Tankanzeige (und MKL) in Gelb, sieht man bei Sonne nicht. Das Windshield dunkelt zwar noch ein bisschen ab, aber nicht viel.
mash3.jpg

Naja es ist mein erstes "großes" Motorrad, und ich muss sagen, reicht mir völlig aus. 27 ps bringen mich entspannt dahin wo ich hin will, reicht mir aus. Ich werde bei meinem A2 bleiben, eventuell kommt nächstes Jahr noch eine gebrauchte Reise-Enduro in den Stall, aber das wars dann. Touren durch Afrika oder bis zur Seidenstraße schaue ich mir lieber auf YouTube an, das muss ich nicht mehr machen... ;-)
 
Moin!

Wie zufrieden bist du mit dem Windschild? Bist du ein Sitzriese (falls der Datenschutz diese Frage für dich erlaubt)?
Servus!
Das ist okay. Ist natürlich Recht klein, aber ich habe es eigentlich eher um mein Navi Handy aus dem wind zu nehmen - bzw bei leichtem Regen bleibt es auch ziemlich trocken. Man kann es auch ziemlich einfach wieder ab machen...
Für die Tour neulich hab ich noch so ein kleines oben drauf gesteckt, das hat überraschend viel gebracht, besonders auf der Autobahn.
Achso ich bin 1.88 aber normal verteilt, also weder Sitzriese noch Langbeiner 🤣.
 
Mal ein kleines technisches Update bzw "Mash vs Brixton" der ULTIMATIVE VERGLEICH...haha natürlich nicht, ist ja kein TikTok hier, sondern ein technisches Forum.
Aber aktuell haben meine beiden Maschinen ca. 7000 km drauf.
Zeit für einen rein Technischen Vergleich, was alles kaput gegangen ist.

Fangen wir an mit der Brixtorn Cromwell 125, Euro 4 Modell
Kaputt bzw ausgetauscht werden musste
- Bremslichschalter, von JMP, 8€. Selbst gemacht.
- ..... das wars


Mash 500 (400), Modell 2021, Irish Green
- Kraftstofffilter ausgetauscht (Garantie)
- Bremsflüssigkeitbehälter ausgetauscht
- Aktuell Hupe ab und zu defekt, ich vermute Schalter. Leider ist in dem Plastikblock nichts wo man Kontaktspray sprühen könnte.
- Aktuell Gasgriff / das ganze Geraffel rechts: wackelt leicht, k.a. warum
- Ab und zu Startschwierigkeiten, muss ich mal beobachten

Man sieht, bei der Mash ist schon ein bisschen mehr kaputt gegangen. Alles keine Verschleißteile, sondern wirklich "einfach so" kaputt. Die Brixton... läuft einfach.

Wartung und Pflege beide gleich. Okay Brixton neue Kette und neue Spiegel, aber das verbuche ich unter Wartung. Bei der Brixton mache ich Öl inzwischen selber, bei der Mash noch nicht. Ohne Hauptständer und ohne Forum ist es nicht ganz so einfach. Nächstes Jahr mal...
Wobei ich sagen würde das auch die Mash für Selbstschrauber geeignet ist. Man kommt überall dran, und es ist jetzt wirklch kein High-Tech.... das Wissen bzw Forum fehlt halt...

Rost - beide werden bei jedem Wetter bewegt, und stehen in der Garage. Pflege - naja, könnte ich wohl mehr machen...
- Brixton: au ja... :-/
- Mash: tatschlich nichts. Ich bin auch positiv überrascht!

Was könnte besser laufen...
- Brixton: läuft einfach...
- Mash: immer noch geht ab und zu der Motor aus, wenn ich die Kupplung ziehe. Nach der ersten Ventileinstellung ist es viel besser geworden, aber ab und zu passiert es noch. Ist dann gerade beim abbiegen oder so... suboptimal.

Würde ich sie wieder kaufen?
Brixton 125: klares ja. Für die Stadt unschlagbar, kleinere Landpartien auch. Krass günstig im Unterhalt, und selbst ich kann einiges selbst machen...
Mash 500: jein. Ich bin leidlich zufrieden, aber mittlerweile ist die Konkurrenz in dem Segment einfach größer / besser. Die Kawasaki W230 oder Honda GB350 sind einfach besser, für nur ein bisschen mehr Geld. Wäre für mich Stand heute die bessere Wahl.

So, da es heute regnet... ich glaube ich gehe beide mal putzen 😍
Von Design & Ästhetische Anmutung find ich nämlich beide absolut klasse

Sonntägliche Grüße
Tobi
 
Hallo Tobi,

hilfreicher und ausführlicher Bericht zur Mash Five Hundred. Deckt sich weitrgehend mit meinen Erfahrungen (EZ 11/20022, 11.000 KM).
Habe lediglich die Original-Batterie rausgeschmissen, die überhaupt nichts getaugt hat. Ansonsten ging nichts kaputt.
Hatte aber anfangs auch das Problem, dass der Motor beim Runterschalten ständig ausging. Nach dem Wechsel der ECU war es dann besser. Ganz beseitigt ist es aber immer noch nicht.
Meine Frage: Im Mash-Forum wurde erwähnt, dass es eine technische Anweisung von Mash gäbe, das Ventilspiel entgegen den Angaben im Benutzerhandbuch für Einlass und Auslass auf 0,14 mm einzustellen. Wie ist das Spiel bei dir eingestellt? Mein Händler in Nürnberg hat seine Werkstatt leider letztes Jahr für immer geschlossen, kann ich daher nicht mehr fragen.

Grüße von Ernesto
 
Hallo Tobi,

hilfreicher und ausführlicher Bericht zur Mash Five Hundred. Deckt sich weitrgehend mit meinen Erfahrungen (EZ 11/20022, 11.000 KM).
Habe lediglich die Original-Batterie rausgeschmissen, die überhaupt nichts getaugt hat. Ansonsten ging nichts kaputt.
Hatte aber anfangs auch das Problem, dass der Motor beim Runterschalten ständig ausging. Nach dem Wechsel der ECU war es dann besser. Ganz beseitigt ist es aber immer noch nicht.
Meine Frage: Im Mash-Forum wurde erwähnt, dass es eine technische Anweisung von Mash gäbe, das Ventilspiel entgegen den Angaben im Benutzerhandbuch für Einlass und Auslass auf 0,14 mm einzustellen. Wie ist das Spiel bei dir eingestellt? Mein Händler in Nürnberg hat seine Werkstatt leider letztes Jahr für immer geschlossen, kann ich daher nicht mehr fragen.

Grüße von Ernesto
Hallo Ernesto,
Ja das mit dem Motor ausgehen hat meine Werkstatt auch nicht überrascht, scheint öfters vor zu kommen. Meine Batterie ist okay, hab ich wohl Glück gehabt.
Zum Ventilspiel kann ich dir leider nichts sagen, hab nicht gefragt. Aber ich muss ja bald wieder zum Service, da Frage ich die Jungs mal.
Gute Fahrt und weiterhin viel Spaß mit der Mash :-D
Tobi
 
Danke Tobi für deine schnelle Antwort.
Wäre super, wenn du bei deiner Werkstatt bei Gelegenheit nach den Werten für das Ventilspiel fragen könntest und hier eine kurze Info dazu geben würdest.
Falls es dich interessiert: Im Mash-Forum (https://www.mash-moto.de/forum/allg...970-historie-der-bisher-aufgetretenen-maengel) habe ich mal einen Beitrag über meine bisherigen Erfahrungen mit der Five Hundred geschrieben.
Wünsche auch gute und unfallfreie Fahrt.
Ernesto
 
Mash 500 (400)
Eigentlich wollte ich ja eine Cromwell 250...
Warum habe ich mich dann für die Mash entschieden?
Also mehrere Gründe
  • Ich hab einfach keine 250er in annehmbarer Entfernung gefunden. Der nächste Händler der eine hatte wäre in Freilassing gewesen, gut 2 Std entfernt
  • Mir wurde von 2 Händlern von der 250er abgeraten, weil sie viele Probleme damit hatten, vor allem Elektrik. Okay, ist hier im Forum so gut wie nie aufgetaucht, aber das heißt ja nichts
  • Die Insolvenz von KsR hat mich weniger tangiert
  • Die Mash, um jetzt mal positive Gründe zu nennen, gefällt mir vom Design auch sehr gut. Besonders das Cockpit.
Tja, ich hab sie jetzt seit 4000 km.
Und, wie isset? Ja ist schon gut, aber es ist irgendwie auch ein Kompromiss gewesen. Für mein Fahrprofil hätte die Cromwell 250 absolut gereicht, jetzt habe ich halt ein paar mehr Kilos und PS mehr (27 statt 17) und, ich sag es ehrlich, bei meinem bevorzugten Strecken geht es noch soooo.... Es ist anders, also anstrengender als mit der Brixton 125er.
Anyway, im direkten Vergleich
  • Ich denke die Mash ist besser verarbeitet. Sie macht einen wertigeren Eindruck, die Seitendeckel sind zB aus Blech. Die Kabel um die Batterie rum sind ordentlich verlegt und befestigt. Es wirkt weniger "Plastikhaft" als die Cromwell.
  • Das längere sitzen ist auf der Cromwell angenehmer. Okay, beide Sitzbänke sind ja eher im unteren Segment angesiedelt, aber die Cromwell ist tatsächlich etwas angenehmer
  • Kann auch an der Sitzposition liegen. Wurde hier auch schon mal behandelt - bei der Mash ist der Knie Winkel relativ angelegt, also ich sitze etwas angewinkelter. Habe mit beiden ja längere Tagestouren gemacht - Ergonomie geht an die Cromwell.
  • Die bekannten Schwachstellen der Cromwell gibt's bei der Mash so nicht - Kette ist echt okay, Spiegel sind super. Rost bis jetzt auch noch nichts (kommt noch, ich weiß...).
  • Lenkerschloß sieht mir sehr stabil aus, es gibt auch eine Vorrichtung für Helmschloss. Tankschloss geht ohne Probleme, auch ohne Graphit
  • Was es stattdessen gibt: bekannte Probleme bei Auslieferung: sie geht gerne aus, beim schalten. Doof. Einstellen des Ventil Spiels hilft, beim ersten Service.
  • Man muss beim starten aufpassen kein Gas zu geben - das steht zwar so im Handbuch, macht aber wohl Probleme mit der ECU.
  • Größtes Manko: es gibt kein Forum!!! Das war echt der größte Punkt der mir sorgen gemacht hat. Wenn man mal eine Frage hat: da stehste erst mal im Regen, selbst in Frankreich/ UK hab ich kein wirklich technisches Forum gefunden...

Ein bisschen zu den technischen Grunddaten: 398ccm, 27 PS, Eintopf, ABS, 180kg. Ich hab 4.400€ bezahlt, inklusive Windshield und Enduro Lenker.
115km/h sind eingetragen, da geht aber noch mehr. Ich war mal auf 120, reicht dann aber auch.
Irgendwo habe ich mal gelesen das der Motor ein Honda Lizenz Bau sei. Bei der 650 definitiv (Dominator) bei der 500er finde ich die Info nicht mehr. Warum die jetzt mit 398ccm Mash 500 heißt und nicht Mash 400 erschließt sich mir auch nicht....

Wurd hier auch schon mal diskutiert - ich finde sehr wenig Vibration. Beim Lenker hab ich kleine Endgewichte drin, sehr stabil auch im hohen Bereich. Fußraten etc vibrieren kaum merklich, es ist wirklich angenehm ruhig.
Insgesamt fährt sie sich wirklich entspannt. Ich habe den Enduro Lenker und das kleine Windshield bei Kauf drauf machen lassen. Lenker ist ein bisschen breiter, finde ich persönlich angenehmer.
Wenn man mal so metaphorisch vergleichen mag.... Cromwell fahren ist wie Holland-Rad fahren - sehr agil, sehr einfach. Mash fahren ist wie Fahrrad aus Schweizer Armeebeständen - alles etwas schwerer und dicker. Auch noch Fahrradfahren, aber irgendwie schwerer...

Kritikpunkte von mir sind
  • Die Blinker hinten sind relativ weit vorne. Dadurch müsste man wenn man Satteltaschen möchte, die Blinker nach hinten versetzen. Das hab ich mal gesehen, sieht sch... aus. Satteltaschengib es zwar von Mash, aber ich finde überteuert.
  • Es gibt keine kontinuierliche Tankanzeige. Okay ich hab Reichweiten Angst... Irgendwann leuchtet die Reserve-Lampe, aber relativ schwach, gelb. Bei Sonne nicht zu erkennen. D.h. man muss nach dem tanken den Tageskilometer Zähler auf Null setzen, ich tanke spätestens bei 280km. 350 sind aber wohl drin, vielleicht auch mehr. Ich werde es nicht herausfinden! Also laut Handbuch 3.8l pro 100km
  • Das Abblendlicht/ Tag Fahrlicht ist zwar LED aber bei Dunkelheit sieht man nichts. Fernlicht scheint in die Ferne - naja also bei Dunkelheit fahr ich damit nicht. Da ist die Cromwell ein bisschen angenehmer, es scheint (bei meiner Euro 4 jedenfalls) doch ein bisschen mehr auf die Straße vor einem. Auch nicht viel, aber mehr als bei der Mash...
  • Es gibt keine USB Buchse, ab Werk. Man kann zwar die von der Mash Sideforce (Gespann) anbauen, aber...ohne Forum.. tja. Hab mein Smartphone Navi jetzt mit Powerbank (Motorola Mod), geht auch, bis ca 7 Stunden.
  • Es gibt keinen Hauptständer, Das ist wirklich doof. Zudem ist der Seitenständer echt schräger als bei der Cromwell, ich hab immer das Gefühl das sie gleich umkippt... tut sie natürlich nicht, aber gerade auf Kiesparkplatz das erste mal... neeeee.... hab mir dann so ein Abus-Plastik-Dreieck als Seitenständer Ablage gekauft, und auch auf der Tour gebraucht (vom Regen aufgeweichter Gras / Matsch Parkplatz..). 8€ die sich gelohnt haben!

Was mir wirklich gefällt
  • Ersatzteile sind schnell da. Ich musste neue Benzinpumpe nach 700km haben, war in einer Woche geliefert.
  • Gepäckträger/ windshield sind günstig
  • Das Cockpit! Zwei analoge Rundinstrumente, sehr klassisch alles, finde ich super!
  • Insgesamt sehr klassisches Design. Ich würde sagen 60er Jahre UK, mit 2 Peashooter auspuffen. Vorne ist ein kleiner Ölkühler, fällt aber nicht so auf, finde ich. Bei der 650 ist der schon recht groß, bei der 500 übersehbar klein. Siehe Fotos.
  • Vielleicht mache ich mir noch 2 Mumienbäner rum hahaha.
  • Ansonsten wie bei der Cromwell: es gibt nix an Elektronik. Außer ABS natürlich. Leider hat mein Modell den Kickstarter nicht mehr, das hätte ich nochmal cooler gefunden.
  • Man wird ähnlich oft angesprochen wie auf der Cromwell. Gerade so Ü60er "oh so eine hatte ich früher auch..."
  • Meine ist Irish Green, finde ich auch die mit Abstand beste Farbe.

Bin ich mit der Mash 500 zufrieden?
Ja schon, aber... Wenn die Kawasaki Meguro (250er) auf den Markt kommt, ist sie weg. Die Cromwell fahre ich bis sie auseinander fällt, die Mash nicht.
Warum hab ich sie mir dann geholt? Tja... Alternativen wären die Mash 250 oder die Benelli imperiale gewesen. Die Benelli war mir zu schwer, passt zu den Berg-Wirtschaftswegen die ich fahre überhaupt nicht. Und die Mash 250 sieht, sorry.. sch.. aus. Da ist ein riesiges Loch im Motorraum, quasi, das ist nix.

Was halt gut ist mit der Mash: ich kann jetzt sehr entspannt Autobahn fahren, bis ich in den Bergen bin. Also zB mal nach Garmisch runter. Von da ab fahr ich dann durch die Berge, wo ich dann die ganzen Dickschiffe und schweren Enduros hinter mir lasse. Also das klassische Motorrad Wandern wie mit der Cromwell. Wenn ich davon genug habe, dann wieder auf die Autobahn und gemütlich zurück nach München cruisen.
Das ist mit der Crowmell zwar auch möglich, aber der Autobahn teil ist sehr nervig. Das heisst... ich komme jetzt mit der Mash weiter, hab dafür die Einschränkung das es in den Bergen etwas anstrengender ist als mit der Crowmwell. Es ist eben doch ein Kompromiss....
Hier mach ein paar Fotos.
Letztes Jahr in der Jachenau.
Anhang anzeigen 34876
Vorbereitung zur Tour, Gel-Kissen und Gepäck Test. Mal eben Autobahn nach Salzburg, Mittagessen und über Landstraßen zurück - das ist mit der Cromwell nicht drin.
Anhang anzeigen 34877

Cockpit Detailansicht. Tankanzeige (und MKL) in Gelb, sieht man bei Sonne nicht. Das Windshield dunkelt zwar noch ein bisschen ab, aber nicht viel.
Anhang anzeigen 34878

Naja es ist mein erstes "großes" Motorrad, und ich muss sagen, reicht mir völlig aus. 27 ps bringen mich entspannt dahin wo ich hin will, reicht mir aus. Ich werde bei meinem A2 bleiben, eventuell kommt nächstes Jahr noch eine gebrauchte Reise-Enduro in den Stall, aber das wars dann. Touren durch Afrika oder bis zur Seidenstraße schaue ich mir lieber auf YouTube an, das muss ich nicht mehr machen... ;-)
Ergänzung ()

Jo, früher bin ich auch immerhin mal nach Spanien oder Frankreich gefahren,mit Honda, Suzuki , Harley ...heute beschränkt sich das auf den Badesee in 10km Entfernung.... bin ich zwar vorher mit meinem 50er Quad auch problemlos dahin gekommen,aber mit der kleinen 250er macht's mir deutlich mehr Spaß,als mit 50km/h auf der Landstraße rumzukriechen...und lebensgefährlich überholt und geschnitten zu werden....
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Moin zusammen,

habe mal ein paar Fragen, da ich mit meiner "Mash 400cc" zunehmend mehr Sorgen vor jeder Fahrt habe.

Aus meiner geringen, aber schlechten Erfahrung mit der Maschine (wahrscheinlich 250km innerhalb 4 Fahrten) kann ich wohl behaupten die Maschine momentan einfach nur los werden zu wollen. Mit frischem Führerschein (A2) wollte ich etwas, dass man mit einer Körpergröße von 1,60m gut halten kann und mir als Anfängermotorrad nicht bei Ersatzteilen sofort das Geld aus der Tasche zieht. Die Mash wurde für 2.650€ angeboten, mit einem Kilometerstand von ca. 36.000 (Und das es eigentlich ein chinesesischer Hersteller ist, muss heutzutage ja eigentlich nicht mehr was schlechtes bedeuten).
Anfangs war es nur ein verstellter Scheinwerfer, ein Tacho welchen ich, aufgrund meine Körpergröße nicht gut ablesen kann, und die Probleme mit dem Starten und Ausgehen während der Fahrt. Seit meiner ersten Nachtfahrt (Oder Versuch wohl eher, wenn man nur 5 km weit kommt) ist es auch ein Tacho, der keine Beleuchtung hat (der Drehzalhmesser schon), eine tote und inzwischen eine aufgeblähte Batterie, sowie ein abgebrochener Kupllungshebel (da ich die Maschine beim Kickstarten umgeschmissen habe).

- Ihr schreibt, dass die Maschine ausgeht, ist ein bekanntes Problem und liegt an den Einstellungen und selbst wenn man dort etwas ändert, kann es nicht komplett behoben werden, korrekt?
- Die Batterie am besten nicht durch ein Original ersetzen? Gibt es Empfehlungen?
- Wo kauft man Ersatzteile, die auch wirklich passen?
 
Hallo Eskori, Willkommen im Mash-Unterforum ;-)
Ich vermute Mal das du die Maschine mit 3.600 km gekauft hast, nicht 36.000...oder?
Da du Kickstarter erwähnst ist es die "alte" Version der 400er, die ab '22 haben den nicht mehr verbaut.
- Batterie ist bei dem Alter Verbrauchsteil, das wundert mich nicht
- Ausgehen während der Fahrt liegt meistens am Ventilspiel, das solltest du in der Werkstatt einstellen lassen.
- die können dann auch die ECU aktualisieren, da gab es wohl bei der alten Version Mal Probleme
- meine Werkstatt sagte aber auch: Einzylinder könne. ALLE jederzeit Ausgehen. Bei mir tritt es jetzt auch nicht mehr auf. Hatte mich aber auch dran gewöhnt, halt eben Kupplung kurz kommen lassen dann springt sie ja wieder an.
- das hätte aber auch gerne der Vorbesitzer/In mal checken können...
- Tja die Beleuchtung des Tacho... Meine (jetzt 7500km) geht noch... Dafür hatte ich aktuell andere Probleme 😅
- ich find aber auch den Scheinwerfer nicht so geil, und fahre nachts einfach nicht.
- Ersatzteile... Gute Frage, da kann ich auch nicht weiter helfen.
Leider gibt es ja kein richtiges Forum, was ich an meiner Cromwell spare trage ich dann in die Mash-Werkstatt...

Gib ihr doch noch mal bis zum Frühjahr, es ist kein schlechtes Motorrad. Halt keine Honda, aber mit ein bisschen Liebe (und Geld) läuft sie gut.
So ich fahr jetzt los nach Österreich, muss Milch kaufen 😅
 
Hallo Eskori,
ich habe die Original-Batterie bei meiner Five Hundred gleich rausgeschmissen. Hat nur Probleme gemacht. Habe sie vor drei Jahren durch eine Intact Bike-Power GEL -9-4B-1, 9Ah (ca. 38 Euro mit Versand) ersetzt. Seitdem alles prima.
Was die defekte Instrumentenbeleuchtung betrifft: Hatte das gleiche Problem. Wenn du den Scheinwerfer abnimmst, kommst du von hinten durch eine Öffnung an die Steckverbindungen der entsprechenden Kabel. Bei mir war einer der Stecker nicht richtig zusammengesteckt, was sich leicht beheben ließ. Musst anschließen nur den Scheinwerfer in der Höhe wieder richtig einstellen. (Anleitungen dazu gibt es im Internet genug).

Ersatzteil-Lieferanten kenne ich zwei:
1. MSB-ONLINE
2. Mash Originalteile und Zubehör (hier allerdings relativ hohe Versandkosten)
 
Was die defekte Instrumentenbeleuchtung betrifft: Hatte das gleiche Problem. Wenn du den Scheinwerfer abnimmst, kommst du von hinten durch eine Öffnung an die Steckverbindungen der entsprechenden Kabel.
Also gerade mal in der Tiefgarage gewartet bis das Licht ausgegangen ist - bei mir ist beim Drehzahl -Messer nur die obere Hälfte beleuchtet 😅. Ist das normal? Ich weiß ehrlich gesagt nicht mehr ob ich das Ding schon mal "voll" beleuchtet gesehen habe.

Übrigens, durch das sehr schräge abstellen eignet sich der Tank sehr gut zum Kaffeebecher abstellen. Wird dann schön von Lenker eingeklemmt, hält auch bei Wind 🤣

1000223709.jpg
 
Schon mal ein großes Dankeschön für die schnellen Antorten!
Die Maschine (EZ 2016) hat tatsächlich schon 36.000km runter und an das Ausgehen habe ich mich auch schon gewöhnt, gibt halt leider nur keinen angenehmen Adrenalinkick mitten auf Kreuzungen von Bundesstraßen ungewollt stehen zubleiben.
Die Batterie und die Links, welche Ernesto nennt, schau ich mir mal an, danke für Info. Wegen der ECU werde ich mal morgen mit meinem Vater sprechen, ob er sich ausreichend auskennt. Der Scheinwerfer lässt wirklich zu wünschen übrig und das Fernlicht erst... Aber zumindest kann man den Tacho wohl relativ einfach wieder beleuchten, werde ich auch morgen mal ausprobieren, bzw. wenn ich eine neue Batterie habe. Wie gut die Instrumentenbeleuchtung war kann ich gerade gar nicht mehr richtig sagen, aber nicht wirklich erleuchtent. Kann bei mir ja aber auch an der Verkabelung und/oder schlechten Batterie liegen.
Generell werde ich morgen mal sehen, was mein Vater von der Maschine im Detail hält und wie viel man selbst beheben kann. Bisher hat er sie nur als Spielzeug bezeichnet -_-
Hoffentlich war die Fahrt nach Österreich erfolgreich!
 
Hallo Eskori,
noch ein Nachtrag zum Thema Instrumentenbeleuchtung.
Beim Drehzahlmesser wird tatsächlich nur die obere Skalenhälfte so richtig hinterleuchtet. Das liegt daran, dass die Hintergrundbeleuchtung mittels einer kleinen Glühbirne, Sockeltyp W 2,1x9,5d, mit 3 Watt erfolgt (Kein LED). Diese steckt in einer herausziehbaren Fassung im oberen Teil des Drehzahlmessers. (Siehe Foto) Ob die Tachoskala ebenfalls auf diese Art hinterleuchtet wird, kann ich nicht sagen, ich hatte nur den Drehzahlmesser ausgebaut.

Der Wechsel der Birne selbst geht eigentlich ganz einfach. Um da aber erstmal ranzukommen ist ein wenig Fummelei nötig:
1.Scheinwerfer abschrauben (SW 13) und Gehäuse öffnen (2 seitliche Kreuzschlitz-Schrauben)
2. Weißen Stecker des Kabelstrangs zum Drehzahlmesser entriegeln, trennen und Kabel etwas nach außen schieben
3. Die drei verchromten Hutmuttern der Instrumentenhalterung lösen und diese abnehmen. (Sonst wird der Kabelstrang geklemmt)
4. Die beiden Kreuzschlitzschrauben auf der Rückseite des Drehzahlmessergehäuses lösen und das Instrument oberhalb der Gummidichtung fassen und nach vorne aus dem Gehäuse ziehen. Jetzt kommt man an die Lampenfassung ran.

Merke dir unbedingt, wie der Kabelstrang verlegt ist (Foto machen) und wo welche Beilagscheiben, Gummipuffer etc. hingehören. Da ist viel Kleinzeug verbaut, das sich irgendwo verstecken kann, wenn es unbemerkt runterfällt. Die drei Hutmuttern der Instrumentenhalterung beim Zusammenbau nicht zu fest anziehen, der Gummi dazwischen soll ja noch seine dämpfende Wirkung behalten.
Beim Stecker darauf achten, dass der Verriegelungshaken eingerastet ist.
Um den gesamten Kabelsalat wieder im Scheinwerfergehäuse so unterzubringen, dass der Scheinwerfereinsatz spannungsfrei montiert werden kann, braucht es dann noch etwas Geduld.Instrumentenbeleuchtung Mash 500.png
 
Zuletzt bearbeitet:

Ähnliche Themen

Cromwell 250 für die Autobahn?

Mash 250

Kymco X-Town st 250i

Kaufberatung Brixton 125

Tour Meine erste und letzte Motorrad-Tour

Zurück
Oben