Cromwell Kupplung funktioniert nach Kupplungsseilzugwechsel nicht mehr

piegole

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Hallo zusammen,

bei mir ist letztens das Kupplungsseil meiner Cromwell in der Nähe des Kupplungsgriffs gerissen.

Heute habe ich den neuen Kupplungszug (110 cm) eingebaut und er passt auch gut rein.
Das Problem ist, dass die Kupplung nicht mehr greift. Der Kupplungsgriff lässt sich ganz leicht drücken und geht auch nicht mehr zurück in seine Ausgangslage.
Der Hebel auf dem Kupplungsblock bewegt sich aber.

Hatte jemand ähnliche Probleme und kann mir beim Lösen des Problems helfen?

Vielen Dank im Vorraus!
 
Ich habe versucht die Kupplung einzustellen, habe aber schnell gemerkt, dass etwas nicht stimmt. Kann es sein, dass eine Feder im inneren der Kupplung durch das reißen des Kupplungsseils kaputt geworden ist? Der Kupplungsgriff geht viel zu leicht zu betätigen und spannt nicht richtig.
 
Deswegen muss der Zug so eingestellt werden, dass er Druck aufbauen kann.
😁

Wenn man das noch nie gemacht hat, könnte man das missverstehen: Die Seele muss oben am Hebel so befestigt werden, dass der Zug kurz vor Betätigung der Kupplung ist. Dafür hängt man den Mantel üblicherweise aus, weil das sonst ein fummeliger Kraftakt ist. Dann den Mantel richtig einhängen und die Feineinstellung an der Schraube am Kupplungsgriff vornehmen. Wichtig: An Hohlschraube & Mutter (da wo der Mantel oben eingehangen wird), muss der Schlitz so ausgerichtet sein, dass die Seele an der Aufhängung vorbeikommt, sonst scheuert sich das Seilchen auf. Man sieht beim Betätigen der Kupplung, ob das klappt oder nicht.

Hoffentlich kann man es nachvollziehen.
 
Wenn man das noch nie gemacht hat, könnte man das missverstehen
Ich wollte erstmal abwarten, ob überhaupt noch 'ne Nachfrage kommt. 🤷‍♂️

Sei's drum...
Ich gehe beim Einstellen eines neuen Zugs folgendermaßen vor:

1. Ich löse die runde Kontermutter an der Einstellschraube oben am Hebel und drehe die Einstellschraube ganz in die Aufnahme hinein.
1762169462186.jpeg

2.
Ich drehe an der Aufnahme am Motor die linke Mutter ganz nach links, bis sie fast vom Gewinde runter ist.
Danach drehe ich die rechte Mutter in die gleiche Richtung und kontrolliere oben am Hebel das Spiel (=den Weg bis man merkt, dass der Zug Druck aufbaut) und drehe solange weiter an der Mutter, bis oben am Hebel nur noch 4-5 Millimeter Spiel sind.
1762169728513.png
1762169767386.png
Dann wird die linke Mutter wieder gegen den Halter geschraubt und festgezogen.

3.
Zum Schluss kontrolliere ich oben am Hebel nochmal das Spiel und stelle ggfs. mit der Einstellschraube das Spiel noch nach, um ca. 2-3mm Spiel zu erreichen. Dazu muss die Einstellschraube wieder etwas herausgedreht werden.
Dann die runde Kontermutter wieder festdrehen.

Bitte nicht wundern, wenn das Spiel ziemlich bald wieder etwas größer wird!
Es ist nicht ungewöhnlich, dass sich neue Züge anfangs etwas längen.
 
Ich vermute da nach der Beschreibung eher ein anderes Problem, nähmlich das ein falscher Zug mit falschen Abmessungen verbaut worden ist.

110cm Bautenzug ist nicht gleich 110cm Bautenzug!!

Nach der Beschreibung des Problems wie ich es rauslese scheint der Seil Überstand größer zu sein als beim Original, bzw. der Mantel kleiner als beim original, deshalb greift da überhaupt nichts und Du hast keinerlei Wiederstand.

@piegole : Das macht schon einen Riesen Unterschied, ob der Überstand z.B. 50mm oder 70mm beträgt, das ist ein Wert der bei einer Beschaffung auch unbedingt beachtet werden muss, weil man nur wenige mm mit den Stellschrauben ausgleichen kann.

Hattest Du nen originalen verbaut, oder einen aus dem Zubehör, bei dem Du nur auf die Gesamtlänge geachtet hattest?
 
Hallo, zum Thema Kupplungsseil. Ich habe jetzt bei ca. 10.000 km am Tacho nach wie vor das erste Kupplungsseil dran. Vor ca einem Jahr habe ich ein neues Seil im Kleinanzeigenportal günstig bekommen. Ich frage mich, ob ich das Seil mal vorsorglich tauschen soll bzw wie lange hat bei euch das erste Seil gehalten? Ich muss dazusagen, dass ich fast ausschließlich in der (Groß-) Stadt fahre und ständig herumschalten muss, Stop and Go-Verkehr, Ampeln, Hindernisse aller Art... 🙂 Danke mal
 
wie lange hat bei euch das erste Seil gehalten?
Manche Bowdenzüge halten ewig, andere nur relativ kurz.
Von einem Zug auf den Anderen zu schließen ist da eher schwierig.

Im Normalfall verschleißt ein Kupplungszug oben an der Durchführung von der Hülle in die Hebelarmatur zuerst.
Solange dort keine Aufspleißen/gebrochene Einzeldrähte zu sehen sind, oder sich der Zug plötzlich und schnell längt, würde ich garnichts machen.

Wichtiger ist es eigentlich, einen Ersatzzug zur Hand zu haben, wenn man ihn dann braucht.
 
Danke für die ausführliche Antwort! Es scheint, ich habe Glück. Am Hebel sieht noch alles gut aus. 👍Ich will mal auf Holz klopfen, aber bis jetzt läuft das Moped störungsfrei, egal ob bei - 3 oder +37 Grad. Dürfte nicht am Montag gebaut worden sein....
 
Ich habe nach 4000 km und nach 18.000 km den Seilzug wechseln müssen. Ich habe auf Touren immer einen originalen mit Dabei. Kos5et nicht die Welt....wird früher oder später sowieso gebraucht, also immer einen auf Lager haben.....spart viel Ärger und unnötige Stehzeit. Man kann nie eine Prognose zur Haltbarkeit der Züge abgeben (siehe 4000 zu 14000km) - ab und zu Sichtkontrolle ob was abgewetzt ist und dann gleich handeln und gut ist.
LG
Nemesis
 
Das ist halt das Fiese an diesen Zügen, man weis nie wie lange die halten.
Ich hab das schon erlebt, das ein originaler Kupplungszug nur etwas über 1000km gehalten hatte, und der Ersatzzug aus dem Zubehör danach bis zum Verkauf und einige 10.000km später der Maschine immer noch top war.
Dann hast mal einen der hält knapp 10.000km… der Nächte originale dann 35.000km oder aber auch mal nur 5.000km…🤷‍♂️

Ich bin dennoch der Überzeugung, das man als Mopedfahrer immer einige Ersatzteile und Pflegemittel für die jeweilige Maschine liegen haben sollte.

Zumindest für mich als Selbstschrauber gehören immer dazu:
  • 1 Wartungssatz für ne „kleine“ Inspektion (Öl, ggf. Ölfilter/Luftfilter, Ölablassschraubendichtung bzw. Ölschraube, ggf. O-Ringe, ggf. Vergaser Wartungskit…)
  • Definitiv 1 Kupplungszug (ggf. schon mal nen Gaszug wenn man das Gefühl hat, er könnte bald…)
  • 1 Satz Leuchtmittel (wenn noch keine LEDs vorhanden)
  • 1 Satz Sicherungen
  • bei Sinterbremsbelägen rechtzeitig ein Satz auf Lager legen (die sind immer schnell runter)
  • Wenn verfügbar das originale/offizielle Werkstatthandbuch/Wartungshandbuch zur jeweiligen Maschine (wenn man es denn irgendwo preiswert herbekommt.)

Wenn man „nur“ Fahrer ist und nicht selbst schraubt sollte man aber trotzdem neben den Pflegemitteln noch zumindest folgende Teile liegen haben:
  • 1 Kupplungszug (oder zumindest Notfallkit um zur Werkstatt zu kommen)
  • 1 Satz Leuchtmittel (wenn noch keine LEDs vorhanden)
  • 1 Satz Sicherungen

Das ist bei einer neuen Maschine kein großer Kostenaufwand, rettet einem aber ggf. über die Saison.

Weil Murphy‘s Law wird garantiert im Fall der Fälle zuschlagen, der kleine Defekt (Seilzug/Sicherung/ Licht) tritt bestimmt wie immer direkt am Anfang oder mitten in der Saison auf wenn das Wetter gerade ideal ist, und der benötigte Zug ist garantiert genau dann z.Z. nirgends lieferbar und die Werkstatt hat erst in 3 Monaten (oder pauschal ab Oktober 😉) erst wieder nen freien Termin.🤣😂
 
Im Prinzip richtig.

Allerdings war ich neulich mit @Alex auf dem Weg zum Händler und wollte nur 'ne neue Seele für meinen langsam ausfransenden Zug kaufen, um den Zug wieder aufzubauen.
200 Meter vor der Einfahrt zu ScooterWorld ist der Zug dann gerissen.
Is' dann doch 'n kompletter Original-Zug geworden.

Ich staune immer noch, dass das Malheur nicht nachts um 01:30h im strömenden Regen auf 'ner einsamen Landstraße passiert ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Man bist Du ein Glückskind, hättest an dem Tag noch Lotto spielen sollen!😂🤣

🤔 Ich kenne das irgendwie gefühlt nur, das es mit hoher Wahrscheinlichkeit bestimmt auf nem Sa. Abend oder So. passiert, natürlich mitten in der Pampa, keiner erreichbar ist der einem abholen oder bringen kann… 🤭
 
Ich kenne das irgendwie gefühlt nur, das es mit hoher Wahrscheinlichkeit bestimmt auf nem Sa. Abend oder So. passiert, natürlich mitten in der Pampa, keiner erreichbar ist der einem abholen oder bringen kann…
Ich auch!

So wie neulich, als die Batterie von der Nelli aufm Samstagnachmittag, irgendwo im Nirgendwo, von gleich auf jetzt den Geist aufgegeben hat und ich eigentlich am Sonntag wieder nach Hause fahren wollte...
 
Ich bin dennoch der Überzeugung, das man als Mopedfahrer immer einige Ersatzteile und Pflegemittel für die jeweilige Maschine liegen haben sollte.
Sagen wir mal so, damit hast du soweit Recht.
Deshalb gerade bei einem neuen Bike wie bei mir, habe ich vorsichtshalber alle Verschleißteile und auch die Dichtungen wo man zum Service dran muss gleich gekauft.

Gesamt Preis ca. 150-200 Euro, die ich finde gut angelegt sind.
Weil leider die Gummis porös werden können, und ich keine Lust habe hinter einem 10 Cent O-Ring her zu rennen.

Somit haben ich nicht nur 2 x Bowdenzüge,1 x Ansaugstutzen,1 x Tankgeber mit Dichtungssatz,2 x Ketten Ritzel mit Sicherungsblech,4 x Ventildeckel Dichtringe,5 x Krümmer Dichtungen,5 x Schalthebel Gummis,3 x Ölsiebe mit Dichtung,2 x Ölverschluss Stopfen 2 x Öl Direktmesser,2 x DID Kettensatz, 2 x Original Kettensatz,2 Iridium Kerzen,2 x Original Kerzen,1 x Luftfilter,Brixton Schraubensatz in allen Längen (Original) und was es sonst an Dichtungen und Teile gibt, und wo man mal dran muss.

Und da es für die Sunray und die Felsberg reichen sollte, nun mehr als reichlich.
Ca. 20kg Teile.

Also Probleme bekomme ich erstmal nicht.
Vorhaben war aber auch die beiden 125ccm für 10 Jahre am laufen zu halten, und die Insolvenz hat mich damals angetrieben.
Aber es kommt im Leben manch mal anders.
 

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